Blaue Stunde in Achern: Alex Schönfelder liest bei Kerzenlicht im vollen Klauskirchl
- 6 Nov 2026
- Regio Ortenau

Bildnachweis: Andreas Peter Geng
Debütroman „Die Töchter der Zirbelnuss“ und Lieder des Strassburger Liedermachers Richard Metz beim AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass
Achern, apg. Das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass hat am Mittwoch, 4. November 2026, im Klauskirchl in Achern eine weitere „Blaue Stunde“ veranstaltet. Alex Schönfelder las aus seinem Debütroman „Die Töchter der Zirbelnuss“, der Strassburger Liedermacher Richard Metz spielte und sang. Zuletzt war jeder freie Platz besetzt.
Die Kirche St. Nikolaus, in Achern als Klauskirchl bekannt, war zu Beginn nur mit Kerzen beleuchtet. Walter Klein, liebevoll genannt „der Glöckner von Achern“, hatte den Raum auch dieses Mal sorgfältig vorbereitet. Dr. Karin Jäckel vom Netzwerk leitete den Abend. Zur Begrüssung sagte sie, am Morgen habe es erstaunlich wenige Anmeldungen gegeben. Die Plätze seien nicht reserviert gewesen, jeder habe sich selbst einen gesucht, und das habe funktioniert. Das Publikum, warm eingepackt in der kleinen Kirche, folgte dem Programm aufmerksam. Richard Metz eröffnete mit einer eigenen Fassung von Bob Dylans „Blowin’ in the Wind“ auf „elsässisch“.
Alex Schönfelder stellte seinen Erstling vor. Nach eigenen Angaben wurde er 1982 in Dresden geboren und lebt seit 16 Jahren im Elsass. Das Buch ist im Gmeiner-Verlag erschienen. Der Verlag hat laut Schönfelder seinen Sitz in Messkirch und veröffentlicht vorrangig Krimis und historische Romane. Auf dem Buchcover lautet der Untertitel „Geschichte einer Heimkehr nach Augsburg“. An dem Buch arbeitete der Autor nach eigenen Angaben seit 2018.
Nach Angaben Schönfelders beruht der Roman auf der wahren Geschichte einer gebürtigen Augsburgerin, die er als sehr mutig für ihre Zeit beschrieb. Er wolle Menschen, vor allem Frauen, die im Zweiten Weltkrieg kaum gehört worden seien, eine Stimme geben. Zu Beginn fragte er das Publikum, wie weit es in einer besonders schwierigen Lage gehen würde, um das eigene Leben und das der Familie zu schützen.
Die Handlung beginnt laut Schönfelder im September 1939 in Augsburg. Eine 20-jährige Frau erwartet ein uneheliches Kind von Franz. Dieser wird zur Wehrmacht eingezogen und stirbt im Feldzug. Das Kind kommt 1940 zur Welt. Schönfelder las zwei Szenen: einen Besuch der Hauptfigur mit ihrer Schwester im Augsburger Dom und einen Arztbesuch mit der Stiefmutter. Im Wartezimmer fällt ihr eine Broschüre des Vereins Lebensborn e. V. in die Hände. Das Publikum folgte der Lesung sichtlich konzentriert.
Zwischen den Lesungen spielte und sang Richard Metz, darunter Lieder in elsässischem Dialekt gesungen und vertonte Gedichte. Zum Dank an das Publikum sagte er „Thank you“, „muchas gracias“, „grazie mille“ und „Dankeschön“.
Zum Schluss lud Karin Jäckel dazu ein, das Buch zu lesen, und sagte, sie habe es gelesen und empfehle es. Für Autorinnen und Autoren sei die Rückmeldung der Leserschaft wichtig. Auch Schönfelder bat um Bewertungen. Die nächste „Blaue Stunde“ findet laut Jäckel im Dezember statt. Danach pausiert die Reihe für etwa ein Vierteljahr, weil es in der Kirche im Winter zu kalt sein könnte. Spätestens im Frühjahr geht sie weiter.
| Veranstaltung | Blaue Stunde, AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass |
| Ort | Klauskirchl (St. Nikolaus), Hauptstrasse 11, 77855 Achern |
| Nächste Ausgabe | Dezember 2026 (Datum und Uhrzeit noch offen) |
| Eintritt zuletzt | 7 Euro, einschliesslich Spende für die Renovierung des Klauskirchls (Stand: Ankündigung für den 4. November) |
| Reservierung zuletzt | info@editionblauestunde.com (Stand: Ankündigung für den 4. November) |
Wann und wo fand die Blaue Stunde statt?
Am Mittwoch, 4. November 2026, im Klauskirchl (St. Nikolaus) in Achern.
Wer las und wer machte Musik?
Alex Schönfelder las aus seinem Debütroman „Die Töchter der Zirbelnuss“. Der Strassburger Liedermacher Richard Metz spielte und sang.
Wann ist die nächste Blaue Stunde?
Laut Dr. Karin Jäckel im Dezember 2026. Datum und Uhrzeit sind noch offen. Danach pausiert die Reihe etwa ein Vierteljahr und geht spätestens im Frühjahr weiter.
Was kostet der Eintritt und wo kann ich reservieren?
Zuletzt 7 Euro, einschliesslich Spende für die Renovierung des Klauskirchls. Reservierung zuletzt über info@editionblauestunde.com. Das gilt laut Ankündigung für den 4. November, Aktuelles beim AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass erfragen.
Text: apg.
Blaue Stunde in Achern: Alex Schönfelder liest bei Kerzenlicht im vollen Klauskirchl
Blaue Stunde in Achern, Foto 1
Blaue Stunde in Achern, Foto 2
Blaue Stunde in Achern, Foto 3
Blaue Stunde in Achern, Foto 4
Blaue Stunde in Achern, Foto 6
Blaue Stunde in Achern, Foto 7
Blaue Stunde in Achern, Foto 8
Top Links